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Ratgeber · Stand Oktober 2026

Google-Unternehmensprofil erstellen: Schritt für Schritt

Das Google-Unternehmensprofil ist der Eintrag Ihres Betriebs in Google Maps und neben den Suchergebnissen: mit Telefonnummer, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen. Wer „Elektriker in der Nähe“ sucht, sieht diese Einträge oft vor jeder Website. Das Profil ist kostenlos.

Ich habe diese Anleitung für Betriebsinhaber geschrieben, die das Profil selbst anlegen wollen. Für das Ausfüllen brauchen Sie etwa 20 Minuten, die Bestätigung durch Google kann einige Tage dauern.

Google ändert Abläufe und Bezeichnungen immer wieder. Im Zweifel gilt die Google-Hilfe zum Unternehmensprofil.

Bevor Sie anfangen

Gibt es Ihren Betrieb schon?
Suchen Sie Ihren Betrieb zuerst in Google Maps. Taucht er auf, legen Sie kein zweites Profil an, sondern übernehmen das bestehende über „Inhaberschaft für dieses Unternehmen beanspruchen“.
Das richtige Google-Konto
Nehmen Sie ein Konto, das Ihnen dauerhaft gehört, am besten das Konto Ihrer geschäftlichen E-Mail-Adresse. Weitere Personen können Sie später als Verwalter hinzufügen.
Wer ein Profil haben darf
Google nimmt nur Unternehmen auf, die persönlichen Kontakt zu Kunden haben, entweder an Ihrem Standort oder bei den Kunden vor Ort. Reine Online-Geschäfte bekommen kein Profil.

Schritt für Schritt

  1. Anmelden. Rufen Sie business.google.com auf, wählen Sie „Unternehmen hinzufügen“ und melden Sie sich mit Ihrem Google-Konto an.
  2. Name. Geben Sie den Namen genau so ein, wie er auf Ihrem Schild und Briefkopf steht. Ohne Ortsnamen, Slogans oder Suchbegriffe wie „Elektriker Saarbrücken“.
  3. Kategorie. Wählen Sie die genaueste Hauptkategorie, zum Beispiel „Elektriker“ statt „Handwerker“. Bis zu neun weitere Kategorien können Sie später ergänzen.
  4. Standort. Kommen Kunden zu Ihnen? Dann geben Sie Ihre Adresse an und setzen die Markierung auf der Karte. Arbeiten Sie nur beim Kunden, geben Sie keine öffentliche Adresse an.
  5. Einzugsgebiet. Tragen Sie die Städte oder Postleitzahlen ein, in denen Sie arbeiten, höchstens 20 Gebiete. Als Richtwert nennt Google etwa zwei Autostunden um Ihren Sitz.
  6. Kontakt. Geben Sie Telefonnummer und Website ein. Schreiben Sie Name, Adresse und Telefonnummer überall gleich, auf der Website wie im Profil.
  7. Bestätigen. Am Ende bietet Google die Bestätigung an, jetzt oder später. Erst danach ist Ihr Profil für Kunden sichtbar. Wie das abläuft, steht im nächsten Abschnitt.
  8. Vervollständigen. Ergänzen Sie danach unter „Profil bearbeiten“ Öffnungszeiten, eine Beschreibung (bis 750 Zeichen, ohne Links), Ihre Leistungen und Fotos.

Die Bestätigung (Verifizierung)

Google prüft, ob es Ihren Betrieb wirklich gibt. Welche Methode Ihnen angeboten wird, entscheidet Google: Video, Anruf oder SMS, E-Mail, ein Live-Videoanruf oder eine Postkarte. Bis die Bestätigung abgeschlossen ist, sehen Kunden Ihr Profil nicht.

Per Video
Ein Video von mindestens 30 Sekunden, am Stück mit dem Handy aufgenommen. Zeigen Sie, wo Sie sind (Straßenschild, Hausnummer), dass es Ihren Betrieb gibt (Schild, Werkzeug, Firmenwagen) und dass Sie dazugehören (Firmenwagen oder Lager aufschließen, Gewerbeanmeldung). Google prüft bis zu fünf Arbeitstage.
Per Postkarte
Die Karte mit einem fünfstelligen Code kommt meist innerhalb von 14 Tagen, der Code gilt 30 Tage. Fordern Sie in der Zwischenzeit keinen neuen Code an und ändern Sie Name, Adresse und Kategorie nicht, sonst wird der alte ungültig.

Handwerker ohne Laden: Einzugsgebiet statt Adresse

Kommen keine Kunden zu Ihnen in den Betrieb, blenden Sie die Adresse aus und geben nur Ihr Einzugsgebiet an. Ihre Privatadresse ist dann öffentlich nicht zu sehen. Haben Sie Öffnungszeiten, zu denen jemand im Betrieb ist, dürfen Sie Adresse und Einzugsgebiet zusammen zeigen. Für jede Region gibt es nur ein Profil, mehrere Einträge für Nachbarorte führen zur Sperrung.

Fotos, die wirken

Echte Fotos von Team, Fahrzeugen, Werkstatt und fertigen Arbeiten wirken stärker als Stockbilder. Dazu ein Logo und ein Titelbild. Google nimmt JPG und PNG zwischen 10 KB und 5 MB, empfohlen sind mindestens 720 × 720 Pixel; Videos dürfen bis 30 Sekunden lang sein. Neue Fotos erscheinen nach 24 bis 48 Stunden, und erst, wenn das Profil bestätigt ist.

Bewertungen: richtig fragen

Bewertungen sind für viele Kunden der wichtigste Teil des Profils. Den Link zu Ihrem Bewertungsformular finden Sie unter business.google.com bei den Rezensionen („Mehr Rezensionen erhalten“, die Bezeichnung kann abweichen). Schicken Sie ihn nach jedem Auftrag an alle Kunden, nicht nur an die zufriedenen, und antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf die guten.

Verboten sind laut Google unter anderem:

Google entfernt solche Bewertungen, kann neue Bewertungen für Ihr Profil zeitweise sperren und einen Warnhinweis anzeigen. In Deutschland verstoßen gekaufte oder gefälschte Bewertungen außerdem gegen das Wettbewerbsrecht (UWG).

Häufige Fehler, die zur Sperrung führen

Suchbegriffe im Namen
„Müller Elektro – Elektriker Saarbrücken“ ist nicht erlaubt. Der Name ist nur der echte Firmenname.
Briefkasten- oder virtuelle Adresse
Postfächer und virtuelle Büros sind verboten. Ein Coworking-Platz zählt nur mit Schild und Personal vor Ort.
Mehrere Profile
Ein Profil pro Betrieb und Standort. Zusätzliche Einträge für Nachbarorte werden gesperrt.
Falsche oder zu viele Kategorien
Wenige, genaue Kategorien. Kategorien von Leistungen, die Sie nicht anbieten, schaden eher.

Bei Verstößen entfernt Google Inhalte oder sperrt das Profil, bei wiederholten Verstößen auch das Konto mit allen verknüpften Profilen.

Vorsicht vor Abzocke

Das Profil ist kostenlos, und eine bessere Platzierung kann man bei Google nicht kaufen. Google fragt am Telefon nie nach Zahlungsdaten. Anrufe oder Schreiben, die Gebühren für Ihren „Google-Eintrag“ verlangen, kommen nicht von Google: Legen Sie auf und melden Sie den Anbieter bei Google.

Was Ihr Profil in der Suche stärker macht

Google nennt drei Faktoren: Relevanz (passt Ihr Profil zur Suche?), Entfernung und Bekanntheit, zu der auch Anzahl und Qualität der Bewertungen gehören. Was Sie selbst tun können: das Profil vollständig ausfüllen, Öffnungszeiten aktuell halten (auch an Feiertagen), regelmäßig Fotos ergänzen, Bewertungen beantworten und auf Ihrer Website dieselben Daten verwenden wie im Profil.

Pflege: zehn Minuten im Monat

Häufige Fragen

Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?
Nein. Anlegen und Pflegen sind kostenlos. Wer Geld für einen Google-Eintrag verlangt, ist nicht Google.
Wie lange dauert die Bestätigung?
Nach dem Abschluss der Bestätigung prüft Google bis zu fünf Arbeitstage. Eine Postkarte kommt meist innerhalb von 14 Tagen.
Muss ich meine Privatadresse angeben?
Wenn keine Kunden zu Ihnen kommen, nicht öffentlich: Sie blenden die Adresse aus und zeigen nur Ihr Einzugsgebiet.
Darf ich meinen Ort in den Firmennamen schreiben?
Nur, wenn er wirklich Teil Ihres Firmennamens ist. Zusätzliche Orte oder Suchbegriffe im Namen verstoßen gegen die Google-Richtlinien und können zur Sperrung führen.
Brauche ich zusätzlich eine Website?
Das Profil zeigt nur das Nötigste. Ihre Leistungen, Referenzen und Stellenangebote erklären Sie auf der eigenen Website, und viele Kunden schauen sie sich an, bevor sie anrufen. Die kostenlosen Websites, die Google früher zum Profil angeboten hat, gibt es seit 2024 nicht mehr.
Wie bekomme ich mehr Bewertungen?
Fragen Sie nach jedem Auftrag, am besten mit dem direkten Link oder einem QR-Code. Ohne Geschenke oder Rabatte als Gegenleistung, und bei allen Kunden gleich.

Keine Zeit dafür?

Ich bin Ronny Saar, Webdesigner aus Ottweiler, und richte Betrieben Website und Google-Profil so ein, dass beides zusammenpasst. Rufen Sie an oder schreiben Sie mir.

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